GITBlow-Prozess mit variabler Werkzeugtemperiermethode

Gegenstand dieses Vorhabens ist die Weiterentwicklung des Spritzgießsonderverfahrens GITBlow, welches die Kombination der Gasinjektionstechnik (GIT) mit einem anschließenden Aufblasprozess (Blow) darstellt. Es handelt sich dabei um ein sehr junges Verfahren mit dem bereits Prototypenbauteile hergestellt werden konnten, die sich durch einen großen Hohlraumquerschnitt und extrem dünnen Restwanddicken mit gleichzeitigem angebundenen filigranen dünnwandigen Bereich auszeichnen (Funktionsintegration). Bei allen Prototypengeometrien tritt jedoch das Problem auf, dass die Restwanddicken der Aufblasgeometrien entlang und quer zur Aufblasgeometrie stark schwanken und nur in sehr engen Grenzen bis gar nicht gesteuert werden können. Ziel dieses Vorhabens ist es deshalb, durch eine gezielte Spritzgießwerkzeugtemperierung die Qualität der Aufblasformteile entscheidend zu verbessern. Durch den Einsatz einer variothermen Werkzeugtemperierungsmethode soll die Temperaturverteilung im Bauteil vor dem Aufblasprozess gesteuert werden. Als wesentliche Innovation sollen Bauteile mit einem nahezu konstanten Restwanddickenverlauf hergestellt werden. Anhand einer einfachen Grundgeometrie sollen zunächst die grundlegenden Mechanismen einer Werkzeugtemperierung auf den Aufblasprozess untersucht werden. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse und der Forderungen aus dem Markt, die über eine Bauteilanalyse ermittelt werden, sollen für beide GITBlow-Varianten Prototypenbauteile entwickelt und umgesetzt werden. Die Möglichkeiten der variothermen Temperiermethoden soll dabei genutzt und bewertet werden.

Bild 1: Versteckungsverhältnisse und ihre Aufblasgeometriewanddickenverteilung
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